Zuckerbrot und Brottorte

Zuckerbrot und Peitsche – diesen Ausspruch kennen wir alle. Damit ist im übertragenen Sinne gemeint, dass man sich andere Menschen untertan macht, indem sie mit etwas gelockt werden. Doch was ist nun eigentlich ein Zuckerbrot?

Ein Zuckerbrot ist auf jeden Fall süß, das steht schon einmal fest, es gibt von Region zu Region aber Unterschiede in der Optik und auch bei den verwendeten Zutaten. Das einfache Zuckerbrot, das bei vielen Menschen Kindheitserinnerungen weckt, besteht aus einer Scheibe Graubrot, die in zerlassener Butter goldbraun geröstet und anschließend in Zucker gewälzt wird. Es war auch in kargen Zeiten eine beliebte Süßspeise. Der Teig für ein friesisches Zuckerbrot wird hingegen aus Mehl, Hefe, Wasser oder Milch, Zucker und einer Prise Salz zubereitet. Dieser Grundteig kann mit Butter, Sahne und weiteren Zutaten abgewandelt werden, so dass ein Zuckerbrot durchaus auch seine Kalorien auf die Waage bringt.

Eine ebenfalls süße Angelegenheit ist eine Brottorte, die auch in Großmutters Backrezepten zu finden ist. Hierbei handelt es sich aber keineswegs um eine Torte aus unterschiedlichen Brotsorten oder -Schichten, nein, es ist eine wirklich gehaltvolle und cremige Kuchenvariation. Unter den Teig aus 4 Eigelb, 175 g Zucker, 3 El Wasser, Gewürzen (Zimt und gemahlene Nelken) und 50 g Mandeln wird 150 g geriebenes Schwarzbrot gegeben, das dem Tortenboden einen besonders raffinierten Geschmack und eine feste Konsistenz verleiht. Mit 125 g Stärkemehl, einem halben Päckchen Backpulver, 1 EL Kakao, 125 ml Milch und dem schaumig gerührten Eischnee wird der Teig komplettiert. Die Backzeit für den Tortenboden beträgt bei mittlerer Hitze etwas 45 bis 50 Minuten. Er kann nach dem Auskühlen mit jeder beliebigen Creme oder aber mit Konfitüre gefüllt werden.

Brot muss also keineswegs immer nur salzig, deftig oder neutral im Geschmack sein. Ein Zuckerbrot oder die Brottorte bringen Abwechslung in den Alltag und sind auch als kleine Zwischenmahlzeit hervorragend geeignet.